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Kirschmyrten (Eugenia)

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Surinamkirsche (Eugenia uniflora) Surinamkirsche (Eugenia uniflora)
Ordnung: Myrtenartige (Myrtales)
Familie: Myrtengewächse (Myrtaceae)
Gattung: Kirschmyrten (Eugenia)
Baum Blüten
Surinamkirsche (Eugenia uniflora), Baum Surinamkirsche (Eugenia uniflora), Blüte

Surinamkirsche (Eugenia uniflora)

Die Surinamkirsche wird auch Pitanga, Nangapiri oder Kirschmyrte genannt. Die Bezeichnung "Pitanga" stammt aus dem Tupi-Wort "pi'tãg".

Vorkommen & Herkunft:

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Surinamkirsche ist das östliche Südamerika von Surinam bis Uruguay. Sie wird heute jedoch in weiten Teilen der Tropen bzw. Subtropen angepflanzt. Vermutlich wurde Samen oder Setzlinge durch portugiesische Händler in den Fernen Osten verschifft.

Die Merkmale der Pflanze:

Video: Beschreibung der Pflanze in englisch

Die Surinamkirsche erreicht Wuchshöhen von etwa 5 bis 7 m. Die Laubblätter sind glänzend dunkelgrün, ganzrandig, gestielt und gegenständig angeordnet. Sie erreichen eine Länge von 3,2 bis 4,2 cm und eine Breite 2,3 bis 3 cm. Die jungen Blätter sind im Austrieb kupfer- bis bronzefarben. Die Rinde der jungen Zweige ist rötlich und behaart, der älteren grau-braun.

Die im Sommer erscheinenden cremeweißen und leicht duftenden Blüten stehen einzeln oder zu bis zu viert in den Blattachseln. Aus ihnen bilden sich orangerote bis purpurfarbende Früchte. Von der Bestäubung bis zur Fruchtbildung dauert es 5 bis 7 Wochen. Die reifen Früchte erreichen einen Durchmesser von bis zu 5 cm und sind sieben- bis achtfach gerippt. Im Fruchtfleisch eingebettet befindet sich in der Regel ein kugelförmiger, grau-brauner und 7 bis 12 mm großer Samen.

Anbau:

Die Surinamkirsche ist im Hinblick auf die Bodenqualität relativ anspruchslos, die Erde darf jedoch nicht zu salzhaltig sein. Die Pflanze ist mäßig frosttolerant: Jungpflanzen bis etwa -2 °C, ältere Pflanzen bis etwa -5,5 °C. In ihrer ursprünglichen Heimat übersteht sie selbst Buschbrände relativ gut, da sie die Fähigkeit besitzt, aus dem "Wurzelstock" wieder auszutreiben zu können. Selbst kurze Überschwemmungen und Dürre übersteht die Pflanze.

Als Gartenstrauch oder -baum ist Eugenia uniflora nicht nur wegen der Früchte, sondern auch wegen ihrem kompakten Wuchs und der Schnittverträglichkeit beliebt.

Die Samen sind nicht lange nach Entnahme aus der Frucht keimfähig, insbesondere wenn sie austrocknen, verlieren sie ihre Keimfähigkeit. Eine Vermehrung durch Stecklinge ist möglich.

Inhaltsstoffe:

100 g Surinamkirschen enthalten:

Energieträger Vitamine Mineralien Spurenelemente
Kilokalorien 47 Vitamin A 0,1 mg Calcium 9 mg Kupfer 81 µg
Kilojoule 198 Vitamin C 25,1 mg Chlor 10 mg Eisen 198 µg
Protein 0,8 g Vitamin E 0,5 mg Kalium 95 mg Fluor 18 µg
Fett 0,4 g Vitamin B5 0,3 mg Magnesium 13 mg Mangan 55 µg
Kohlenhydrate 10 g Niacin 0,3 mg Natrium 3 mg Jod 1 µg
davon Zucker 6,8 g Panthotensäure 0,3 mg Phosphor 11 mg Zink 98 µg
Ballaststoffe 1,8 g     Schwefel 8 mg    

Die Blätter enthalten ätherische Öle, die beim Zerreiben oder Brechen des Laubes einen harzartigen Geruch verströmen.

Verwendung:

In ihren Anbauländern werden Pitangas direkt vom Baum gegessen oder zu Marmeladen, Gelees, Fruchtsäften, Eis und Soßen verarbeitet, auch werden sie zur Gewinnung von Fruchtwein, Essig und Likör genutzt. Wegen ihrer geringen Haltbarkeit spielt die Surinamkirsche keine Rolle als Exportfrucht.

Der Geschmack der Suriamkirsche reicht von süß bis sauer, je nach Sorte und Reifegrad. Gnerell lässt sich sagen, um so dunkler die Frucht, um so süßer ist sie.

Die Surinamkirsche wird wegen ihrer Robustheit und ihres ansprechenden Laubes gern als Hecke angepflanzt.

Medizinische Anwendung:

  • In der Volksmedizin Südamerikas wird das ätherische Öl aufgrund seiner entzündungshemmenden und adstringierenden Eigenschaften genutzt, ua bei Fieber, Magen- und Darmbeschwerden.
  • Der Sud der ausgekochten Rinde wird zum Gurgeln bei Halsbeschwerden genutzt.
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