Pflanzenlexikon

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Wiesen-Bocksbart (Tragopogon pratensis)

Inhaltsverzeichnis:

Tragopogon pratensis L.

Wiesen-Bocksbart (Tragopogon pratensis)

Systematik:

Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida), Asteriden
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Gattung: Bocksbärte (Tragopogon)

Video - Wiesen-Bocksbart (Tragopogon pratensis)

Der Wiesen-Bocksbaum wird auch Milchblume, Zuckerblume, Süßling, Hasenbrot, Kuckuck oder Morgenstern genannt.

Vorkommen & Herkunft:

Der Wiesen-Bocksbart ist in Europa heimisch. Er kommt bis in den Ural vor, fehlt jedoch in Nord-Europa weitgehend. Die Pflanze wurde in Nordamerika eingeschleppt. Man findet den ihn verbreitet in Fettwiesen, seltener auch auf trockene Rasen, in Wälder, an Böschungen und Wegrändern.

Die Merkmale der Pflanze:

Der Wiesen-Bocksbart ist meist eine zweijährige Halbrosettenpflanze, seltener einjährig überwinternd. Er besitzt eine tiefreichende Pfahlwurzel und seine Pflanzenteile enthalten Milchsaft. Die krautige Pflanze wird bis zu 70 Zentimeter hoch. Der glatte Stängel ist innen hohl. Die grasartigen Blätter sind halb stängelumfassend und werden bis zu 50 cm lang.

Die Pflanze blüht von Mai bis Juli (August). Die goldgelben Blüten sind nur vormittags und bei schönem Wetter geöffnet. Die Körbchenblumen sind bis zu 4 cm breit und setzen sich aus 20 bis 50 Einzelblüten zusammen. Sie werden vor allem von Käfern und Fliegen bestäubt. Die abgeblühten, welken Zungenblüten aus den zusammengefallenen Hüllblättern ragen wie ein "Ziegenbart" aus der ehemaligen Blüte. Dies gab der Pflanze ihren Namen.

Verwendung in der Küche:

Der Wiesen-Bocksbart ist in allen Teilen essbar. Die Triebe und Blütenknospen der jungen Pflanze liefert ein Gemüse, das an Spargel erinnert. Die Wurzel kann ähnlich wie Schwarzwurzel zubereitet werden. Die Blätter lassen sich roh als Salat oder gekocht ähnlich wie Spinat verwenden.

Tipps:

  • Sammeln: Blätter, Knospen, Blüten, oberer Stängelteil April bis September, Wurzel im ersten Jahr.

Anbau:

Den Wiesen-Bocksbart bevorzugt frische, nährstoff- und basenreiche Böden, liebt die Sommerwärme und meidet Staunässe.

Inhaltsstoffe:

Gerbstoff, Lactucerol, Mannit, Xanthophyll, Gummi, Spuren von Arsen, im Milchsaft Phytosterine.

Medizinische Anwendung:

Der Wiesenbocksbart wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. In der Naturheilkunde benutzt man die Blätter, den Saft und die frisch gesammelten Wurzeln:

  • wirkt blutreinigend, harntreibend, schweißtreibend,
  • hilft bei Gicht und Rheuma,
  • wird bei Hauterkrankungen und gegen Warzen eingesetzt.
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