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Die Flora der Welt von A bis Z

Aubergine (Solanum melongena)

Inhaltsverzeichnis:

Aubergine (Solanum melongena)
Urheber: Francisco Manuel Blanco (O.S.A.), Quelle: Wikimedia

Systematik:

Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Ordnung: Nachtschattenartige (Solanales)
Familie: Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Gattung: Nachtschatten (Solanum)

Synonyme: (Auswahl)
Solanum esculentum Dunal
Solanum insanum L.

Bilder:

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Aubergine (Blätter, Blüten und Früchte) Blüte der Aubergine (Solanum melongena) Aubergine (Blätter und Früchte) Aubergine (Frucht im Längstschnitt)

Aubergine Solanum melongena L.

Die Aubergine ist eine subtropische Pflanzenart, die auch Eierfrucht und in Österreich Melanzani genannt wird. In Asien wird sie schon seit mehr als 4000 Jahren angebaut. Die Frucht ist von mildem Geschmack und pikantem Aroma.

Verbreitung/Vorkommen:

Ursprünglich im tropischen Indien und in China beheimatet, werden Auberginen heute aufgrund ihres hohen Sonnen- und Wärmebedarfs vorwiegend im südlichen Mittelmeerraum und in fast allen tropischen und subtropischen Klimazonen angebaut. Die Araber brachten die Aubergine ca. im 13 Jahrhundert aus dem tropischen Hinterindien nach Europa.

Merkmale:

  • Habitus: mehrjährige (kultiviert einjährige), krautige, teilweise leicht verholzende Pflanzen mit einer Wuchshöhe von 50-150 cm, fast vollständig behaart;
  • Blätter: eiförmig, länglich, unregelmäßig gelappt oder eckig-stumpf, 10-20 x 5-10 cm, wechelständig stehend;
  • Blüten: einzeln in den Achseln stehend, Kelch violett-grün und glockenförmig, Blütenkrone violett und rundlich-fünfeckig;
  • Früchte: Beeren, überwiegend rundoval, glatte, glänzende Schale, dunkelviolett bis braun (fast schwarz) oder weißlich bis cremefarben gefärbt, kultiviert 100-500 g schwer;
  • Fruchtfleisch: weißlich bis cremefarben, schwammige Konsistenz, enthält zahlreiche winzige, essbare Kerne;
  • Vermehrung: Selbst- sowie Fremdbefruchtung mithilfe des Windes oder von Insekten.

Anbau:

Die wärmeliebende Aubergine kann problemlos über ihre kleinen, weißen Kerne vermehrt werden, die jedoch nur von vollreifen Früchten stammen sollten. Die Pflänzchen werden vorgezogen und erst ausgepflanzt, wenn stetige Temperaturen von über 18°C herrschen. Entweder erzieht man sie an Schnüren oder Stäben (wie bei Tomaten auch) oder man kopiert sie bei ca. 40cm, dann werden sie buschiger und ein Festbinden kann entfallen.

Da die Aubergine viele Nährstoffe braucht, sollte sie regelmäßig mit natürlichen Düngern versorgt werden. Es sollten nicht zu viele Früchte an der Pflanze belassen werden, da diese sonst deutlich an Größe verlieren. Geernet wird von August bis September, wenn die Früchte eine dunkle glänzende Farbe aufweisen und die Samen noch weiß und weich sind. Die Pflanze verträgt keinen Frost.

Verwendung:

Die rundovalen, glänzenden und dunkelvioletten Früchte sind roh nicht genießbar, deshalb werden sie gegrillt, gebraten, geschmort oder gedünstet. Auberginen sind ein wichtiger Bestandteil der mediteranen, orientialen und türkischen Küche. Auberginen bieten unendlich viele leckere und abwechslungsreiche Zubereitungsmöglichkeiten. Das milde Fruchtfleisch harmoniert mit nahezu jeder anderen Zutat. In Kombination mit kräftigen Gewürzen entfalten Auberginen ihr volles Aroma.

Rezepte:

Inhaltsstoffe:

Die Auberginen bestehen zu ca. 93 % aus Wasser und sind trotzdem ein sehr wertvolles Gemüse, denn sie enthalten wertvolle Mineralstoffe und Vitamine. Mit nur 17-22 Kilokalorien pro 100 Gramm sind sie sehr kalorienarm. Zur Nährwerttabelle >>

Tipps:

  • Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Früchte eine feste, glänzende und unversehrte Schale haben. Die Auberginen sollten prall sein.
  • Auberginen sollten nicht zu kühl und nicht mit anderen Obst- und Gemüsearten zusammen gelagert werden.
  • Vor dem Braten oder Grillen empfiehlt es sich, die in Scheiben geschnittene Frucht zu salzen, einige Minuten ziehen zu lassen und dann abzuspülen. So nimmt die Frucht weniger Fett auf. Beim Kochen oder Dünsten ist dies nicht notwendig.
  • Bei Temperaturen von 8-10°C und 95% Luftfeuchtigkeit sind sie bis zu zehn Tagen haltbar.
  • Bei zu geringer Luftfeuchtigkeit und zu tiefen Temperaturen bilden sich schnell braune Flecken.

Medizinische Anwendung:

  • Sie soll heilend bei Rheuma, Ischias und Nierenleiden wirken.
  • Das Fruchtwasser fördert die Gallensekretion und senkt den Cholesterinspiegel.
  • Die ganze Frucht gilt als ideale Kost für Diabetiker.

Kostenlose Broschüren und Merkblätter:

  • Lebensmittelportait mit Tipps für den Einkauf, zur Zubereitung und Lagerung. PDF (2 Seiten)
  • Aubergine: Mediterranes für die Sommerküche, Beschreibung und Rezept PDF (2 Seiten)
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