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Fei-Banane (Musa troglodytarum)

Inhaltsverzeichnis:

Fei-Banane (Musa troglodytarum)
Urheber: Saga70, Wikimedia, CC BY-SA 3.0

Systematik:

Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Ordnung: Ingwerartige (Zingiberales)
Familie: Bananengewächse (Musaceae)
Gattung: Bananen (Musa)

Synonyme: (Auswahl)
Musa fehi Bertero ex Vieill.
Musa seemannii F.Muell.
Musa uranoscopos Lour.

Bilder:

Zum Vergrößern sowie zur Quellen- und Lizenzangabe anklicken.

Fei-Banane (Musa troglodytarum) Habitus der Fei-Banane (Musa troglodytarum) Früchte der Fei-Banane (Musa troglodytarum) Pseudostamm der Fei-Banane (Musa troglodytarum)

Fei-Banane Musa troglodytarum L.

Die Herkunft der Fei-Banane wurde bisher nicht abschießend geklärt. Die Pflanze ist monokarp, stirbt also ab, nachdem sie gefruchtet hat. In der Regel treibt aus der Wurzelknolle anschließend ein "Kindel", eine Art Ableger.

Verbreitung/Vorkommen:

Die Fei-Banane ist kultiviert oder halb-kultiviert auf verschiedenen Pazifischen Inseln anzutreffen. Verbreitungskarte ansehen >> (externer Link in neuem Fenster)

Auf den Inseln kommen verschiedene Sorten vor.

Merkmale:

  • Habitus: immergrüne, ausdauernde, krautige Pflanzen mit unterirdischem Rhizom, Wuchshöhe 5-12 m, nicht verholzender Scheinstamm aus verwachsenen Blattstielen und -scheiden;
  • Blätter: große, einfache, gestielte und ganzrandige Laubblätter, 200-400 cm lang;
  • Blüten: Bütenstand mehr oder weniger aufrecht, Hochblätter meist hellgrün und glänzend, selten matt rosa oder lila;
  • Früchte: botanisch Beeren, orange bis kupferfarben oder rot gefärbt, 10-20 cm lang, Fruchtfleisch gelb oder orange;
  • Wurzeln: Rhizom, am Wurzelknollen bilden sich Kindel.

Anbau/Kultur:

Die Sorte Asupina besitzt eine orange Schale und hat einen sehr hohen Beta-Carotin-Gehalt (bis zu 1.412 μg/100 g). Das Fruchtfleisch ist weich und gelb bis orange gefärbt.

Die Sorte Karat wird auf der Insel Pohnpei (Hauptinsel des zu den Föderierten Staaten von Mikronesien gehörenden Bundesstaates Pohnpei) angebaut.

Viele Inseln haben eigene lokale Sorten, wobei sich teils nur der Name unterscheidet.

Verwendung:

  • Die Früchte werden roh oder gegart gegessen, durch Kochen oder Braten werden sie aromatischer.
  • Der rötlich-violette Pflanzensaft kann als Farbstoff verwendet werden.
  • Die großen Blätter werden regional als Teller oder als "Verpackung" beim Garen von Speisen verwendet.
  • Aus den Fasern der Mittelrippe der Blätter werden Seile hergestellt.
  • Die Pseudostämme sind schwimmfähig und werden zum Floßbau verwendet, sind jedoch nicht lange haltbar.

Inhaltsstoffe:

Fei-Bananen sich reich an Beta-Carotin (Vorstufe von Vitamin A).
Einige Sorten können mehr als 500 μg/100 g enthalten.

Broschüren und weiterführende Informationen:

  • Phenotypic Variation of Fei Banana (Musa Troglodytarum L.) Originated from Maluku Islands. PDF (7 Seiten)
  • Banana and plantain: an overview with emphasis on Pacific island cultivars. PDF (27 Seiten)
  • Wild Musa Species Collection of Purwodadi Botanic Garden: Inventory and Its Morpho-taxonomic Review PDF (11 Seiten)
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