Pflanzenlexikon

Die Flora der Welt von A bis Z

Gemeine Quecke (Elymus repens)

Inhaltsverzeichnis:

Elymus repens (L.) Gould

Gemeine Quecke (Elymus repens)

Systematik:

Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida), Monokotyledonen
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Süßgräser (Poaceae)
Gattung: Quecken (Elymus)

Synonym: Agropyron repens.

Die Gemeine oder Gewöhnliche Quecke

wird auch Kriech-Quecke, Queutsch, Quäken, Kecke, Zweckgras, Spitzgras, Schnürgras und Quitsch genannt. Der Name der Quecke ist aus queck, quick (=zählebig) entstanden

Vorkommen & Herkunft:

Die gemeine Quecke kommt in Europa, Nordasien, Australien und Südamerika vor. Sie wächst auf nahezu allen Bodenarten und gilt bei den Landwirten als übles Unkraut. Die Liebhaber von Heilpflanzen hingegen profitieren von der Häufigkeit und Zähigkeit der Quecke. Sie kommt in vielen Ackerkulturen und im Grünland vor. Sie ist sehr konkurrenzstark.

Die Merkmale der Pflanze:

Die Gemeine Quecke ist ein ausdauerndes Ährengras. Die Halme sind aufrecht, glatt und können bis über 120cm hoch werden. Das Keimblatt ist klein, eingerollt, schmal-linealisch, kurz behaart und am Grunde rötlich. Die Laubblätter sind sind lang, schmal schwach gerieft und überwiegend kahl. Die Schlanke Ährenspindel steht aufrecht und trägt 2 Reihen mit grünen Blüten. Die Blütezeit verläuft von Juni bis August.

Die Pflanze ist flachwurzelnd und besitzt lange unterirdische Rhizome, über die sie sich auch vorwiegend vermehrt. Sie scheidet an den Wurzeln ein Pflanzengift aus, das andere Pflanzen im Wachstum hemmt und dadurch die eigene Ausbreitung fördert.

Verwendung

Gesammelt werden von März bis August Blüte, Wurzel und Wurzelstock, woraus man Abkochung, Essenz, Extrakt, Fluidextrakt, Kaltauszug und Pulver bereitet.

Der an Kohlenhydraten reiche und nahrhafte Wurzelstock wird für eine Reihe von Zubereitungen benutzt. Es können aus ihm Sirup und sogar Alkohol gewonnen werden. Wie die Wurzeln der Zichorie lassen auch sich geröstete Queckenwurzeln als Kaffeeersatz nutzen. Junge Ausläufer können in Salaten und Suppen verwendet werden, der Geschmack ist leich süßlich.

Die Ausläufer werden im Frühjahr und Herbst auch als Viehfutter gerntet. Die Wurzeln wurden in Krisenzeiten als Kraftfutter für Tiere empfohlen.

Inhaltsstoffe:

Die Pflanze enthält Schleimstoffe (Triticin), Mineralsalze (viel Kieselsäure), Polysaccharide, ätherisches Öl, und Saponine.

Medizinische Anwendung:

  • Die Quecke gilt als sanftes harntreibendes Mittel. Sie wir bei Blasenentzündung und Harnwegsentzündung verwendet. Des weiteren wird sie bei Nierensteinen, vergrößerter Prostata und Prostatitis eingesetzt.
  • Sie wird auch bei Darmgeschwüren, Gelbsucht und anderen Leberleiden angewendet.

Bilder:

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