Pflanzenlexikon

Die Flora der Welt von A bis Z

Erdnuss (Arachis hypogaea)

Inhaltsverzeichnis:

Arachis hypogaea L.

Erdnuss (Arachis hypogaea)

Systematik:

Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida), Rosiden
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Gattung: Erdnüsse (Arachis)

Synonyme: ua Arachis nambyquarae Hoehne, Lathyrus esquirolii H. Lév.

Erdnuss (Arachis hypogaea)

Die Erdnuss

Die Erdnuss wird auch Aschanti-, Arachis-, Kamerunnuss, oder in der Schweiz Spanische Nuss genannt. Die Frucht der Erdnuss ist botanisch eine Hülsenfrucht und keine Nuss im eigentlichen Sinne.

Vorkommen & Herkunft:

Ihre ursprüngliche Heimat sind wahrscheinlich die Anden, zwischenzeitlich erfasst ihr Verbreitungsgebiet weite Teile der Tropen und Subtropen.

Merkmale & Beschreibung der Pflanze:

  • Habitus: einjährige, krautige Pflanze, buschig wachsend, aufrecht bis kriechend; Wuchshöhe bis 60 cm; gelblich behaarte bis kahle Stängel;
  • Blätter: wechselständig angeordnet; Blattstiel 3,5-10 cm lang, mit lang gewundenen Trichomen bedeckt; Blattspreite paarig gefiedert; Fiederblättchen eiförmig-länglichen bis verkehrt-eiförmigen, 1-6 x o,5-3,5 cm; Blattrand bewimpert; Nebenblätter 2-4 cm lang, behaart, teilweise mit dem Blattstiel verwachsen;
  • Blüten: gelb, zwittrig, zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle; 4 Kelchblätter zu einer Röhre verwachsen, 1 frei; Krone besitzt typischen Aufbau der Schmetterlingsblütler;
  • Blütezeit: Mai bis August;
  • Früchte: Hülsenfrüchte, holzige, netzrunzelige Hülle, 2-6 x 1-1,5 cm; 1-4 (6) ovale, hellbraune Samen; Samenschale braun, papierartig;
  • Fruchtreife: Juli-September.

Nach der Selbstbestäubung neigen sich die Stängel nach unten und dringen mit der an der Spitze sitzenden Frucht rund 5-10 cm in den Boden, wo die Früchte ausreifen.

Verwendung in der Küche:

Reife Erdnüsse können roh, geröstet oder gekocht verzehrt werden. Erdnüsse erreichen erst nach einer Röstung den uns bekannten Geschmack, ungeröstet schmecken sie wie Bohnen.

Tipps:

  • Erdnüsse können kühl und trocken einige Monate gelagert werden. In der Wärme werden sie ölig und ranzig.

Anbau:

Die "Nüsse" im Frühling in einen Topf stecken. Empfohlen wird ein lockeres, sandiges Substrat und ein vollsonniger, warmer Standort. Nach etwa 4 Wochen keimen die Bohnen. Nach den Eisheiligen werden sie ins Freie gesetzt. Bei einer Größe von 20-40 cm erscheinen die ersten Blüten. Im Spätsommer kann man die Erdnüsse ausgraben.

Inhaltsstoffe:

Die Kerne enthalten rund 40% Öl, zudem sind sie reich an Linolsäure, Eiweiß und Kohlehydraten. Besonders wichtig ist der Anteil an Vitamin B und E, sowie in geringeren Mengen das Provitamin A, sowie die Vitamine A und K. Sie gehören zu den magnesiumreichsten pflanzlichen Nahrungsmitteln. 100g geröstete Erdnüsse haben 631 kcal/2644 kJ. Im Vergleich zu echten Nüssen ist der Anteil an Omega-3-Fettsäuren gering.

Das allergene Potential ist relativ hoch.

Medizinische Anwendung:

  • Die enthaltende Linolsäure wirkt blutdrucksenkend, das Vitamin K fördert die Blutgerinnung.
  • Insbesondere bei vegetarischer Ernährung kann die Erdnuss einen sehr wertvollen Beitrag leisten.

Bilder:

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Erdnuss (Arachis hypogaea), Pflanze mit Blüte Erdnuss (Arachis hypogaea), Pflanze mit Früchten

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