Pflanzenlexikon

Die Flora der Welt von A bis Z

Gemeine Akelei (Aquilegia vulgaris)

Inhaltsverzeichnis:

Aquilegia vulgaris L.

Gemeine Akelei (Aquilegia vulgaris)

Systematik:

Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida), Eudikotyledonen
Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Gattung: Akeleien (Aquilegia)

Video - Gemeine Akelei und Honigbienen

Die Gemeine Akelei wird auch Wald-Akelei oder Adlerblume genannt.

Der Name Akelei leitet sich aus wahrscheinlich dem Lateinischen ab und bedeutet übersetzt Adler, da der Sporn der Pflanze ähnlich gekrümmt ist wie der Schnabel und die Krallen eines Adlers. Sie wurde von der Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen zur Blume des Jahres 1985 gewählt. Die Wildvorkommen stehen unter Artenschutz!

Verbreitung/Vorkommen:

Heimisch ist die Akelei in Mittel- und Südeuropa, Nordwestafrika sowie den gemäßigten Zonen Asiens beheimatet. Sie bevorzugt Kalkböden in lichten Wäldern und Waldlichtungen der Mittelgebirge.

Verbreitung auf der Nordhalbkugel: Karte ansehen (externer Link in neuem Fenster).

Die Merkmale der Pflanze:

  • Habitus: mehrjährige krautige Pflanze, Staude, Wuchshöhe 30-80 cm; Blütenstängel verzweigt;
  • Blätter: Grundständige Blätter lang gestielt; Blattspreite doppelt dreizählige mit stumpf gelappten Endblättern; Oberseite grün, Unterseite bläulich; Fiederblättchen eingeschnitten, rund gezähnt;
  • Blüten: überwiegend blau, lang gestielt; 5 Kelchblätter, 5 trichterförmige Kronblätter, die jeweils in einem Sporn enden, und zahlreiche gelbe Staubblätter bilden eine glockenähnliche Blüte;
  • Blütezeit: Mai bis Juni;
  • Früchte: für Hahnenfußgewächse typischen Balgfrüchte, Hülsen mit Stacheln, platzen beim Trocknen auf und die bis zu 2,5 mm langen, schwarzglänzenden Samen werden herausgeschleudert;
  • Wurzeln: kräftiges Rhizom als Überwinterungsorgan.

Verwendung:

Die Akelei gehört zu den beliebtesten Gartenpflanzen und wird vorzugsweise in Steingärten oder Alpingärten gepflanzt. Es gibt sie in vielen verschiedenen Farben und Blütenformen.

Früher war sie recht häufig und man erntete ihre jungen Sprösslinge im Frühjahr und bereitete sie wie frischen Spargel zu.

Die Akelei zählte im Mittelalter in Europa zu den bekannten Heilmitteln. Als Erste erwähnt Hildegard von Bingen die Gemeine Akelei als Heilpflanze.

Anbau/Kultur:

  • Standort: sonnig bis hablschattig;
  • Boden: feucht, aber gut durchlässig und nährstoffreich, möglichst kalkhaltig;
  • Aussaat: ab März (im Frühbeet) oder April (Freiland);

Die verblühten Blüten sollten entfernt werden, um eine unkontrollierte Verbreitung der Samen im Garten zu verhindern. Die Stauden können auch durch Teilung (ab Oktober vermehrt werden.

Inhaltsstoffe:

Inbesondere die Blüten und Samen der Pflanze sind giftig, sie enthalte nua Alkaloide, Berberin und Blausäure.

Medizinische Anwendung:

  • Früher wurde die gemeine Akelei bei Leber- und Gallenleiden, sowie bei Hautausschlägen und Mundgeschwüren verwendet. Die Pflanze war schon im 17. Jahrhundert für ihre Heilkraft bekannt.
  • Ihren Samen wurde sogar eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt.
  • Heute findet sie aufgrund Ihrer hohen Giftigkeit und der toxischen Bestandteile nur noch in der Homöopathie bei Hauterkrankungen und Menstruationsbeschwerden Verwendung.
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