Pflanzenlexikon

Die Flora der Welt von A bis Z

Echte Aloe (Aloe vera)

Die Echte Aloe

wird auch Curacao-Aloe oder Wüstenlilie genannt.

Verbreitung/Vorkommen:

Man vermutet, dass der Ursprung der Aloe auf der arabischen Halbinsel, im Sudan oder den Kanarischen Inseln liegt, Heute kann man die Aloe in Nord-Afrika, im Nahen Osten, im südlichen Mittelmeerraum, Asien, Indien und Mittel-bzw. Südamerika finden.

Die Merkmale der Pflanze:

Die Pflanze weist ca. 20 dickfleischige, in einer Rosette aufrecht angerichteten Blätter auf, die bis zu 50 cm lang werden können. Der Stamm ist bei jüngeren Pflanzen, so dass die Blätter relativ dicht am Boden stehen.Diese sind grau-grün bis rot gefärbt und haben einen gezähnten Blattrand . Die Aloe bildet lange, zylindrische Blütentrauben (in der Terminal-Phase bis zu 40 cm) mit leuchtend gelblichen, rot gefleckte Blüten.

Die Aloe hat einen honigfarbenen Blattsaft und steht unter dem Schutz des Washingtoner Artenschutzabkommen von 1973. Die Pflanze kann bis zu 10 Jahre alt werden. Nur ältere Pflanzen bilden einen höheren Stamm. Die Pflanze kann mehrere Monate ohne Regen auskommen.

Verwendung:

Die Echte Aloe wird als Zier- und als Heilpflanze verwendet.

Für medizinische und kosmetische Zwecke, sowie als Nahrungsergänzung wird meist das Gel bzw. der Saft (sowie teilweise auch die Blätter) der Pflanze verwendet. Schon die ägyptischen Königinnen Cleopatra und Nofretete schätzten den wohltuenden Saft der Aloe Vera und verwendeten ihn zur täglichen Haut- und Schönheitspflege. In den asiatischen Ländern war die Aloe Vera zur Zeit der Antike bereits ein fester Bestandteil bei medizinischen Behandlungen. Alexander der Große ließ die Verletzungen seiner Krieger mit dem Saft der Aloe Vera behandeln. Christopher Columbus nannte die Pflanze schon den Arzt im Blumentopf oder die Pflanze der Unsterblichkeit.

Anbau:

Die Aloe bevorzugt nährstoffarme, trockene, aber gut durchlässige Böden in sonnigen Lagen. Die Pflanze ist nicht winterfest.

Inhaltsstoffe:

Der Hauptwirkstoff ist das Acemannan, ein langkettiges Polysaccharid. Daneben enthält die Aloe vera Mineralstoffe (Ca, Mg, Zn, Se u.a.), Vitamine, Aminosäuren und sekundäre Pflanzenstoffe (Flavonoide).

Medizinische Anwendung:

  • Verdauungsbeschwerden
  • Obstipation
  • Defäkationserleichterung bei Analfissuren und Hämorrhoiden
  • Verstopfung
  • Entzündlichen Hauterkrankungen, Verbrennungen und Sonnenbrand
  • Abszesse, Ekzeme und Akne,
  • Fußpilz
  • Neurodermitis
  • Herpes
  • Schuppen und Haarausfall
  • In der Kosmetikindustrie wird das Gel als Feuchtigkeitsspender in Salben und Cremes verwendet.

Die Blätter wirken stark abführend und sollten während der Schwangerschaft nicht innerlich angewandt werden.

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