Pflanzenlexikon

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Ähriges Christophskraut (Actaea spicata)

Inhaltsverzeichnis:

Actaea spicata L.

Ähriges Christophskraut (Actaea spicata)

Systematik:

Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida), Eudikotyledonen
Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Gattung: Christophskräuter (Actaea)

Das Ährige Christophskraut

oder einfach nur Christophskraut ist die einzige mitteleuropäische Art der Gattung Christophskräuter. Die Pflanze erhielt ihren Namen nach dem Heiligen Christophorus. Er galt als Schutzheiliger bei Krankheiten, Tod und so auch bei der Pest, gegen die man das Christophskraut verwendete.

Der Artname spicata ist lateinisch und heisst ährig, womit er auf den Blütenstand verweist. In der Schweiz heisst die Pflanze auch Hexe(n)chrut.

Vorkommen & Herkunft:

Das Ährige Christophskraut kommt fast im gesamten Europa bis zum arktischen Asien vor. Die Art wächst auf feuchtem und kalkhaltigem Untergrund, bevorzugt in Laub- und Mischwäldern und ist bis in 1900m Meereshöhe zu finden.

Die Merkmale der Pflanze:

Das Christophskraut ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. Sie wird wird 40 - 70 cm hoch und riecht unangenehm. Aus dem schwarzbraunen, knotigen, schief absteigenden Wurzelstock treibt sie einen aufrechten, kahlen Stängel mit großen, langgestielten Laubblättern. Diese sind dreizählig gefiedert und werden bis zu 30cm lang. Der Rand ihrer ovalen oder ei-lanzettlichen Abschnitte ist unregelmäßig und grob gezähnt.

Die Blütezeit der Pflanze ist von Mai bis Juli. Ihre weissen Blüten stehen in Trauben, haben 4 Blütenblätter und 15-20 lange Staubblätter. Sie enthalten keinen Honig und sind als proterogyne Pollenblumen zu bezeichnen. Danach reifen die erst grünen, später schwarzen, eiförmigen Beeren heran, die etwa 1 cm Länge erreichen.

Die Beeren können für Kinder eine Gefahr darstellen. Die Symptome einer Vergiftung sind Entzündungen von Magen und Darm mit Erbrechen und Durchfall, auch Kreislaufbeschwerden sind möglich.

Verwendung:

Das Ährige Christophskraut wird als Heilkraut und teils auch als Zierpflanze verwendet.

Inhaltsstoffe:

Die Pflanze soll das Alkaloid Magnoflorin enthalten. Intoxikationen durch Einnahme von Christophskraut sind nicht zu erwarten, jedoch soll die Pflanze zu Hautreizungen führen.

Medizinische Anwendung:

  • Christophskraut wird heute nicht mehr in der Heilkunde verwendet.
  • In der Volksheilkunde wurde die Pflanze als Brech- und Abführmittel sowie gegen Rheuma und gegen die Pest verwendet. Die Bauern brannten mit dem Kraut beim Vieh Wunden aus.

Bilder:

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