Die Pflanzen der Welt von A bis Z

Misteln (Viscum)

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Viscum album

Klasse: Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige (Rosopsida)
Ordnung: Sandelholzartige (Santalales)
Familie: Sandelholzgewächse (Santalaceae)
Gattung: Misteln (Viscum)

Weißbeerige Mistel

Weißbeerige Mistel

Weißbeerige Mistel (Viscum album)

Misteln sind Halbschmarotzer (Hemiparasiten), die ihrem Wirt über das Xylem Wasser und Nährsalze entziehen.

Es existieren zahlreiche Legenden und Mythen um die Mistel. Der Mistelzweig verkörpert die geistige und göttliche Lebensessenz; das Allheilende und die Unsterblichkeit.

Vorkommen & Herkunft:

Misteln sind, mit mehreren Unterarten, in fast ganz Europa anzutreffen, so von Süd-Italien bis Südschweden, außerdem durch das gemäßigte Eurasien bis hin nach Japan.

Die Merkmale der Pflanze:

Die Weißbeerige Mistel ist ein rundlicher, weitverästelter und immergrüner Schmarotzerbusch auf Nadelhölzern und Laubbäumen von bis zu 80 cm Größe. Die Mistel hat eine gelbgrüne, korklose Rinde, ledrige und eiförmige Blätter sowie hellgelbe, dicht gedrängte Blüten an den Enden ihrer Gabeläste.

Die Früchte der Mistel sind giftig. Der Samenkern ist in ein zäh-klebriges Fruchtfleisch eingebettet, das die typische Ausbreitung ("Verdauungsverbreitung") durch Vögel ermöglicht. Die europäischen Weißbeerigen Misteln wachsen sowohl auf Laub- als auch auf Nadelbäumen bis in Höhen von rund 1200 m über NN.

Inhaltsstoffe:

Viscotoxine, Schleimstoffe, biogene Amine, Lectine, Flavonoide

Verwendung:

Durch Stürme heruntergebrochene oder beim Bäumefällen gewonnene Mistel-Büsche werden vom Wild gern gefressen. Auch Hauskaninchen fressen meist gern das Mistellaub. Desweiteren wird die Mistel medizinisch als Heilpflanze verwendet. 2003 wurde sie zur Heilpflanze des Jahres gekürt. Kaum eine Pflanze der heimischen Flora ist von so vielen Legenden und Mythen umrankt und gleichzeitig botanisch und medizinisch so interessant wie, die Mistelpflanze.

Medizinische Anwendung:

  • Hoher Blutdruck
  • Degenerativ entzüdliche Gelenkerkrankungen
  • Herzrhytmusstörungen
  • Als Salbe verwendet oder als Brei aufgelegt, sollen die Mistelbeeren Erfrierungen heilen.
  • Homöopathie: Bevorzugt in dreifacher und sechsfacher Potenz gegen Gelenkverschleiß, Schwindelanfälle, hohen und niedrigen Blutdruck, epileptische Anfälle und Herzrhythmusstörungen.
  • Enthält Giftstoffe, die in die Plazenta wandern, daher nicht in der Schwangerschaft anwenden.
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