Die Pflanzen der Welt von A bis Z

Kapuzinerkressen (Tropaeolum)

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Blüten und Blätter der Knolligen Kapuzinerkresse
Bild: NicolasGrandjean

Klasse:
Dreifurchenpollen-
Zweikeimblättrige (Rosopsida)
Ordnung:
Kreuzblütlerartige (Brassicales)
Familie:
Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Gattung:
Kapuzinerkressen (Tropaeolum)
Knollige Kapuzinerkresse (Tropaeolum tuberosum)

Knollige Kapuzinerkresse (Tropaeolum tuberosum)

Die Knollige Kapuzinerkresse wird auch Mashua, Añu, Ysaño, oder Cubio genannt. Sie stammt aus dem Süden Amerikas (Peru, Bolivien, Equador, Columbien). Sie wurde bereits in vorkolumbinanischer Zeit als Kulturpflanze verbreitet und ihre Hauptanbaugebiete liegen in einer Höhe zwischen 3000 und 4000 m NN.

Die Pflanze:

Die Pflanze ist eine audauernde Staude. In unseren Breiten wird sie jedoch nur einjährig gezogen. Die Pflanze besitzt schildförmige (peltate) Blätter und kann in sehr guten Jahren bis zu 150 cm Länge erlangen. Normal sind aber Längen von ca. 50 cm. Die Blätter sind sternförmig gelappt. Die Pflanze klettert mit Hilfe von Blattstielranken. Gegen Ende des Sommers bilden sich wunderschöne, gespornte Blüten aus, die unten rot und oben zum Rande hin Gelb-Orange sind. Die Knollen werden bis zu 13,5 cm lang und sind gelb-purpurgefleckt.

Anbau:

Die Knollige Kapuzinerkresse kann im Freiland und auch auf dem Balkon in großen Töpfen kultiviert werden. Sie ist relativ anspruchlos und problemlos zu anzupflanzen. Im April bis Mai werden die Knollen einzeln ca 10-15cm tief in die Erde mit einem Abstand von 80 cm gesteckt. Wenn die Pflanzen ca 10-15cm hoch sind, sollte man sie vorsichtig, ganz leicht anhäufeln und ihr eventuell ein kleines Rankgerüst geben. Ab Mitte September bildet sie die Knollen aus. Die Ernte der Blumen und Blätter erfolgt fortwährend über die gesamte Saison hinweg. Die Knollen werden meist im Oktober / November geerntet. Die Pflanze ist wegen ihrer Inhaltsstoffe außerordentlich resistent sowohl gegen Pflanzenkrankheiten wie auch gegen Fraßschäden durch Insekten.

Inhaltsstoffe:

86 % Wasser, 0,1 % Fett, 11 % Kohlenhydrate, 1,6 % Eiweiß, 67 mg Vitamin C. 100 g frische Knolle hat einen Brennwert von 46 kcal.

Verwendung:

Man kann fast alles von dieses Pflanze essen, sowohl die Knollen, die Blätter und die Blüten können verspeist werden. Die Blätter pflückt man einzeln ab und man mischt sie roh unter Salate. Die zahlreichen Blüten werden wie die Blätter roh unter Salate gemischt. Die Knollen werden entweder gekocht oder in dünnen Scheiben roh gegessen.

In den Heimatländern wird die Knolle wird als Brei oder in gerösteter Form verzehrt. Aus den Knollen wird außerdem ein Trockenprodukt hergestellt, das " taicha" genannt wird und sich jahrelang hält.

Aber nicht nur als Gemüse, sondern auch als schmückende Zierpflanze im Garten eignet sich die Knollenbildende Kapuzinerkresse sehr gut.

Medizinische Anwendung:

  • Schon die Inkas haben der Pflanze antiaphrodisierende Wirkung zugeschrieben.
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Hinweis:

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