Die Pflanzen der Welt von A bis Z

Thymiane (Thymus)

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Thymian (Thymus vulgaris)
Klasse:
Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Ordnung:
Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie:
Lippenblütler (Lamiaceae)
Gattung:
Thymiane (Thymus)
Thymus vulgaris 001

Thymian (Thymus vulgaris L.)

Der Thymian ist eine Gattung zu den Lippenblütengewächsen (Lamiaceae) zählender Heil- und Gewürzpflanzen. Seit über 4000 Jahren wird das stark duftende Thymiankraut als Gewürz- und Arzneipflanze eingesetzt. Zur Zeit der Pharaonen bereitete man in Ägypten aus Thymian ein feines Parfum und benutzte es zum Einbalsamieren der Toten. Der Name ist vom griechischen Wort Thymos, was man mit "Mut" oder "Kraft" übersetzen kann, abgeleitet. Der Thymian war zwar schon lange vor der Zeitrechnung in Südeuropa bekannt und geschätzt, kam aber erst mit Mönchen des Benediktiner-Ordens über die Alpen. Thymian ist die Arzneipflanze des Jahres 2006.

Der Sandthymian (Thymus serpyllum) wird auch Feldkümmel, Kandelkraut, Gundel, Feldthymian und Quendel genannt. 

Die Pflanze

Es handelt sich um niedrige Strauchpflanzen, die etwa 20 bis 40 cm hoch werden. Die Thymianblüten sind rosa bis violett. Er bevorzugt helle und trockene Standorte mit nährstoffarmen und sandigen Böden. Thymian wächst in Südeuropa wild an Berghängen.

Inhaltsstoffe:

Thymian enthält ätherisches Öl, dessen Hauptbestandteil das Phenol Thymol ist. Außerdem sind Flavonoide und Gerbstoffe enthalten. Der Gehalt an ätherischem Öl variiert sehr stark und ist von Klima, Erntezeit und Lagerung abhängig.

Verwendung

Thymian duftet stark aromatisch und schmeckt charakteristisch bitter-würzig. In der Küche passt Thymian gut zu Geflügel, Schalentieren, Wild, Lamm, Fisch, Gemüse, Kräuteressig, Kräuteröl, Suppen, Saucen, Kartoffeln und Ragouts. Auch Kräuteressig verträgt den Thymian gut. Neben seinen würzenden Eigenschaften hat das Kraut antiseptische und konservierende Wirkstoffe. Auch hier in Portugal findet Thymian breite Verwendung und gibt vielen Speisen ihren typischen Geschmack. Er unterstützt die Verdauung fetter Speisen.

Für den häuslichen Bedarf zieht man Thymian im Kräutergarten. Die Ernte erfolgt kurz vor Beginn oder während der Blüte. Von den möglichst tief geschnittenen Stängeln streift man die Blätter und Sprossenden ab und trocknet sie im Schatten. Getrockneter Thymian bewahrt das Aroma sehr lange.

Medizinische Anwendung:

  • aktiviert die Schleim abtransportierenden Härchen in den Bronchien
  • löst Hustenkrämpfe
  • wirkt als Gewürz oder Tee zur Unterstützung der Verdauung
  • wirksam gegen Bakterien und Viren
  • fördert die Durchblutung der Haut
  • unterstützt die Heilung von rheumatischen Beschwerden
  • unterstützt die Heilung von entzüdlichen Erkrankungen im Mund- und Rachenraum

Thymiankraut kann als Aufguss, als Tee, als Fluidextrakt, Tinktur oder Öl verwendet werden.

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