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Baumlexikon: Thujas (Thuja)

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Lebensbäume oder Thujas (Thuja)
Klasse:
Coniferopsida
Ordnung:
Koniferen (Coniferales)
Familie:
Zypressengewächse (Cupressaceae)
Gattung:
Thujen (Thuja)
Thuja occidentalis - cone 1 (aka)

Lebensbäume oder Thujas (Thuja)

Lebensbäume oder Thujas sind eine Gattung in der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae)

Die Pflanze:

Die Thujas sind immergrüne, einhäusige Bäume, seltener auch Sträucher. Die Rinde ist orangebraun und längsrissig. Die Äste sind meist abstehend oder auch ansteigend und bilden eine kegelförmige Krone. Die Zweige sind mehr oder weniger abgeflacht;

Die Blätter sind gegenständig, schuppenförmig, angedrückt dachziegelig und sehr dicht stehend. Die Kantenblätter überdecken teilweise die Flächenblätter. Im Winter werden die grünen Blätter jedoch leicht gelblich..

Lebensbäume lieben sonnige Standorte und können gut 1500 Jahre alt werden.

Arten:

Der Abendländische Lebensbaum (Thuja occidentalis) stammt aus Nordamerika und Kanada. Er wird auch Gewöhnlicher Thuja genannt. Er kann eine Wuchshöhe von etwa 20 m (in Einzelfällen über 30 m) erreichen. Die Zapfen sind gelb und bilden sich oft reichlich. Der Flachwurzler liebt kalkhaltige Böden und ist damit für die Gartengestaltung bestens zu gebrauchen. Das Schneiden der Hecken kann vom Winter bis zum Spätsommer erfolgen. Besser ist sicher 2x schneiden, also im zeitigen Frühjahr und im Sommer.

Der Morgenländische Lebensbaum (Platycladus orientalis) wird schon lange in China kultiviert. Er gedeiht in Höhenlagen von 300 bis 3300 m. Die ältesten bekannten (kultivierten) Bäume sind etwa 1000 Jahre alt. Er wurde früher den Thujas als Thuja orientalis zugeordnet, wird zwischenzeitlich unter dem Taxon Platycladus orientalis in eine eigene Gattung gestellt.

Der Riesen-Lebensbaum (Thuja plicata) oder Riesen-Thuja ist in Europa in Parks und größeren Gärten anzutreffen; daneben wird er auch als Forstbaum angepflanzt. In seiner Heimat Nordamerika kann er eine Wuchshöhe von 60 m erreichen und bevorzugt kühle luftfeuchte Gebiete.

Der Sichuan-Lebensbaum (Thuja sutchuenensis) ist nur in einem kleinen Gebiet im Nordosten von Sichuan heimisch. Er ist ein Busch oder ein bis zu 20 m hoher Baum. Die männlichen Zapfen sind gelblich und etwa 2,5 mm groß, weiblichen eiförmig und 5 bis 7 mm lang.

Inhaltsstoffe:

Das Holz, die Zapfen sowie die Zweigspitzen enthalten Ätherische Öle aus Monoterpenen und sind somit giftig. Nach Verzehr giftiger Pflanzenbestandteile kann es neben Schleimhautreizungen zu Magen-Darm-Beschwerden mit Übelkeit, Brechreiz, Blähungen und Durchfall kommen. Nach Hautkontakt kann es zu Rötung und Juckreiz im Sinne einer allergischen Reaktion kommen.

Verwendung:

Die Beliebtheit der Lebensbäume im Gartenbau beruht auf der ausgezeichneten Schnittverträglichkeit. Die beste Zeit im Jahr eine Thuja Hecke zu pflanzen ist der Herbst, d.h. September oder Oktober. Die Pflanzen benötigen kaum Dünger.

Tipps:

  • Thuja kann man auch selber durch Stecklinge vermehren, doch dauert es recht lange, bis die Pflanzen groß genug zum verpflanzen sind.

Medizinische Anwendung:

  • In der Naturheilkunde kann Thuja zur Behandlung von Warzen verwendet werden. Die Lösung auf einen Wattebausch auftragen und dadurch in die Warze einziehen lassen.
  • Ein Stimulans für Gebärmutter und Menstruation, das dem Fötus schaden kann. Daher nicht in der Schwangerschaft anwenden.

In der Homöopathie wird Thuja u.a. bei folgenden Krankheitsbildern eingesetzt:

  • Kopfbereich: chronischer Schnupfen, trockene Nase, schlechter Geruch aus der Nase, Mittelohrentzündung
  • Unterkörper: Blasen-Nieren-Entzündung, Prostataleiden, Fluor vaginalis
  • Haut: Warzen, Wachstumsstörungen von Haut, Haaren, Nägeln, fettige Haut, unreine Haut, Schuppen, Psoriasis, viel Schweiß
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