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Ampfer (Rumex)

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Alpenampfer (Rumex alpinus)
Klasse:
Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Ordnung:
Knöterichartige (Polygonales)
Familie:
Knöterichgewächse (Polygonaceae)
Gattung:
Ampfer (Rumex)

Rumex alpinus a1
Bild: Jerzy Opioła

Alpenampfer (Rumex alpinus)

Der Alpenampfer wird auch Alpen-Mönchsrhabarber, Bergrhabarber, Sauplotschen oder Scheissplätschen genannt.

Vorkommen und Herkunft:

Der Alpenampfer wächst in den Alpen und in hohen Mittelgebirgen. Die Pflanze liebt stickstoffreiche und feuchte Böden und ist daher häufig in der Nähe von Viehtränken zu finden. Anzutreffen ist sie in einer Höhe von 1200 bis 2600 Meter über NN.

Die Merkmale der Pflanze:

Der mehrjährige Alpenampfer wird bis zu einem Meter hoch und hat einen ausdauernden Wurzelstock. Das dicke Rhizom wächst horizontal. Die Pflanze besitzt einen kräftigen, aufrechten Stängel, der erst im oberen Teil verzweigt ist. Die Blätter sind herzförmig und lang gestielt, sie werden bis zu 50 cm lang und 20 cm breit. Die kleinen Stängelblätter sind lanzettlich.

Die Blütezeit ist von Juni bis August. Die zahlreichen Blüten stehen in dichten Rispen, sie sind unscheinbar, klein, grünlichgelb bis rötlich. Die Fruchtstiele sind unter der Frucht verdickt. Die Früchte sind durch die Hüllblätter mit einen dreiflügeligem Flugapparat versehen. Die Samen können mehrere Jahre keimfähig bleiben.

Inhaltsstoffe:

Die Pflanze schmeckt sauer und enthält wie der Sauerampfer viel Oxalsäure. Daneben sind Antrachinon-Derivate und Bitterstoffe enthalten.

Verwendung:

Der Alpenampfer wird vom Vieh wegen der Oxalsäure nicht gerne gefressen und gilt daher als lästiges und schwer auszurottendes Weideunkraut.

Früher wurde die Blätter des Alpen-Ampfer gekocht und in großen Gefäßen siliert. Die durch die Milchsäuregärung konservierten Blätter lieferten ein wertvolles und eiweißreiches Schweinefutter.

Medizinische Anwendung:

Sammelgut: Wurzeln (Rumicis alpini Rhizoma) im Herbst.

  • Der Alpenampfer war in den Alpenländern ein beliebtes Abführmittel.
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