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Ampfer (Rumex)

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Sauerampfer (Rumex acetosa)
Ordnung:
Knöterichartige (Polygonales)
Familie:
Knöterichgewächse (Polygonaceae)
Gattung:
Ampfer (Rumex)
Rumex acetosa (1)

Sauerampfer (Rumex acetosa)

Der Sauerampfer wird auch Garten-Sauerampfer, Großer Sauerampfer, Wiesen-Sauerampfer oder Sauergras genannt.

Schon die Ägypter, Griechen und Römer genossen Sauerampfer als Ausgleich für die zu reichliche Aufnahme von fetten Speisen bei ihren Festgelagen.Im Mittelalter war der Sauerampfer in England weit verbreitet.

Die Merkmale der Pflanze:

Der Sauerampfer ist eine bis zu 1,20 m groß werdende, krautige Pflanze mit recht dickem, aufrechtem, kantigen Stängel. Im unteren Teil ist er rot, im oberen Teil grün. Die Wurzel wächst senkrecht in die Erde.

Er hat längliche, pfeilförmige grüne Blätter und ist ein enger Verwandter der Rhabarber. Die glatten Blätter sind im unteren Bereich lang gestielt und bis 15 cm lang, während sie nach oben hin immer kleiner werden. Die Blüten sind klein, rötlich und wachsen rispig in Scheinquirlen. Die kleinen harten Früchte sind 3-kantig, grün, später braunrot.

Anbau:

Der Sauerampfer wächst fast überall, bevorzugt jedoch feuchte Erde und nahrhaften Boden. Die Aussaat erfolgt entweder im Frühjahr ab Mitte März oder als Spätsaat im August. Gewählt werden sollte ein schattiger oder haldschattiger Standort. Ausgesät wird in Reihen mit ca. 50 Korn pro Meter und einem Abstand von 35 cm. Später werden die jungen Pflanzen auf 25 cm vereinzelt. Gepflückt werden die jungen, zarten Blätter. Bei der Spätsaat erfolgt die Ernte erst im darauffolgenden Jahr. Gedüngt wird gelegentlich mit einem stickstoffhaltiger Dünger.

Sauerampfer ist zwar eine winterharte Staude, sollte jedoch spätestens nach 4 Jahren neu gesät werden. Eine Vermehrung ist auch leicht durch Wurzelteilung möglich.

Inhaltsstoffe:

Kaliumoxalat, Oxalsäure, Bitterstoff, Flavonoide, Vitamin A und C sowie Gerbstoffe.

Verwendung:

Beim Sammeln sollten nur Exemplare mit makellosen Blättern mitgenommen werden. Ältere Blätter sind in grösserer Menge unbekömmlich. Junge Blätter können beispielsweise für Salate, Sandwiches, Saucen, Eier- und Fischgerichte, sowie für Suppen eingesetzt werden. Sie können auch wie Spinat gekocht werden. Sauerampfer ist ein Bestandteil der Grünen Soße.

Wegen des hohen Gehaltes an Oxalsäure, die in grösseren Mengen giftig wirkt, sollte man den Verzehr nicht übertreiben. Die Wirkung der Oxalsäure kann reduziert werden, wenn die Pflanze mit Milchprodukten verarbeitet wird.

Tipps:

  • Der Saft des Sauerampfers kann zum Beseitigen von Rost, Tintenflecken oder Schimmel, sowie zur Reinigung von Holz, Leinen und Flechtwerk verwendet werden.
  • VORSICHT: Wenn Sauerampfer mit Eisen oder Aluminium in Verbindung kommt, verfärbt er sich und wird ungenießbar, weil er den metallischen Geschmack annimmt.

Medizinische Anwendung:

  • In der Volksmedizin werden dem Sauerampfer hauptsächlich blutreinigende Eigenschaften zugesprochen.
  • Die Samen des Sauerampfers sind ein Volksheilmittel gegen Würmer bei Kindern. Hier werden 1 - 2 g Samen mit einer Tasse kochendem Wasser überbrüht, 10 Minuten ziehen gelassen und getrunken.
  • Frischer Sauerampfer wird aber auch bei Appetitmangel, Harnverhaltung und für Frühjahrskuren verwendet.
  • Kneipp empfahl Sauerampfer in Wein gekocht gegen Unterleibsschmerzen.
  • Sauerampfertee wird bei Hautproblemen für Waschungen verwendet. Für einen Sauerampfertee nimmt man 2 Teelöffel Sauerampfer, übergießt diese mit 250 ml kochendem Wasser und lässt ihn 10 Minuten ziehen, danach abseihen.
  • Menschen mit Nierenproblemen sollten Sauerampfer aber besser meiden.
  • Bei zu grossem Genuss können sich Durchfälle, Erbrechen, Harnwegs- und Schluckbeschwerden einstellen.
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