Die Pflanzen der Welt von A bis Z

Kräuter, Gewürze und Heilpflanzen

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Wilde Malve (Malva sylvestris)
Klasse:
Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Ordnung:
Malvenartige (Malvales)
Familie:
Malvengewächse (Malvaceae)
Gattung: Malven (Malva)
Mallow January 2008-1

Malven (Malva)

Die Malven sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Schon in der Antike war die Malve als Heil-, Nutz- und Gemüsepflanze bekannt. Der Gattungsname Malva entspricht dem griechischen maláche. Das deutsche Wort Malve ist der lateinischen Bezeichnung entlehnt. Schon vor 5000 Jahren wurde die Malve bei den Chinesen hoch geschätzt und sogar in der Bibel wird die Malve erwähnt, als Moses einem Fieberkranken Malventee gibt.

Die Wilde Malve (Malva sylvestris) wird im Volksmund auch Hanfpappel, Hasenpappel und grosse Käsepappel genannt. Den Namen Käsepappel erhielt sie, weil ihre Knospen und Früchte wie kleine Käselaibe aussehen. Die Heilpflanze ist in weiten Teilen Europas und Asiens heimisch und gedeiht gut an Wegrändern sowie auf Ödland.

Die Pflanze:

Die zweijährige Pflanze wird zwischen 30 und 120 cm hoch und besitzt eine starke Pfahlwurzel. Die ästigen, gebogenen Stängel sind behaart und mit gestielten, gelappten und gezähnten Blättern, die 3-7 zählig sein können, besetzt. In den Stielachseln stehen hellviolette bis rötliche, längst dunkel gestreifte Blüten. Ab Juni entfaltet die Malve ihre violett-roten Blüten, die hübscher als manche Zierpflanze aussehen. Als Frucht trägt die Malve eine kleine, zerfallende Scheibe.

Inhaltsstoffe:

Die Pflanze enthält ätherisches Öl, Gerbstoff, Schleim, Flavonolglykoside und Malvin.

Verbreitung:

Die Wilde Malve wächst in den wärmeren Zonen Europas und Asiens und bevorzugt trockene, kalkhaltige und stickstoffreiche Böden. An Wegrändern, auf Schuttplätzen und an Zäunen wächst die Malve.

Verwendung:

Es gibt eine Reihe von Malvenarten, die als dekorative Gartenblumen beliebt sind. Auch die wilden Arten blühen hübsch rosarot und suchen oft die Nähe des Menschen, da sie nährstoffreichen Boden brauchen. Verwendet werden Blätter und Blüten, die man sehr leicht sammeln kann.

Die Sammelzeit:

  • Wurzeln: März bis April und Oktober,
  • Blüten: Juni bis August
  • Blätter: Juni bis August
  • Samen: August bis September

Malve darf man nicht kochen, sondern nur als Kaltauszug zubereiten. Man übergießt 2 gehäufte Teelöffel der geschnittenen Droge mit ¼ l lauwarmem Wasser und lässt den Ansatz unter gelegentlichem Umrühren 5 bis 10 Stunden ziehen.

Medizinische Anwendung:

  • Entzüdliche Veränderungen im Mund- und Rachenraum
  • Husten
  • Schleimlösung
  • Malvenextrakt wirkt auch hustenstillend und sollte daher nicht bei Patienten mit verschleimten Atemwegsinfekten genommen werden, da in einem solchen Fall das Abhusten des Schleims erwüscht ist.
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