Die Pflanzen der Welt von A bis Z

Strauch- & Baumlexikon

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Ficus Carica
Ordnung:
Rosenartige (Rosales)
Familie:
Maulbeergewächse (Moraceae)
Gattung:
Feigen (Ficus)

Echte Feige
Bild: Hedwig Storch

Ficus carica
Bild: Kurt Stüber

Feigenfruechte
Bild: Fir0002/Wikimedia

Echte Feige (Ficus carica)

Im antiken Griechenland war die Feige dem Gott Dionysos gewiehen. Die antiken Römern schnitzten aus ihrem Holz Figuren des Gottes Priapus. Die Feige ist die erste namentlich erwähnte Pflanze in der Bibel. Sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich einen Schurz (Genesis 3,7).

Vorkommen & Herkunft:

Vermutlich stammen Feigen aus Kleinasien und waren den alten Ägyptern schon zur Zeit der Pharaonen bekannt. Wild kommt die Echte Feige vom Mittelmeerraum bis Indien vor.

Die Merkmale der Pflanze:

Der bis zu zehn Meter hohe Strauch oder Baum besitzt große, derbe und gelappte Blätter, die ein wenig an Weinblätter erinnern. Die Zweige sind recht dick, die Rinde ist glatt und hellgrau. Der Feigenbaum trägt bis zu 40 Jahre Früchte. Die Frucht ist meist tropfenförmig und wird bis zu 8 cm groß. Ihre samtige Haut ist grün, rötlich bis bräunlich violett. Das Fruchtfleisch ist weißlich bis rötlich, weich, saftig und enthält viele kleine Kerne. Je dunkler die Schalenfärbung der Feige ist, desto süßer ist das Fruchtfleisch.

Anbau:

Der Anbau von Feigen ist im Wesentlichen auf den Mittelmeerraum beschränkt. In Kultur wird die Echte Feige über Steckholz (aus zweijährigen Zweigen) oder über Stecklinge vermehrt, um die Sorten rein zu erhalten. Die Bäume können bereits im zweiten Jahr nach der Pflanzung Früchte tragen.

Licht: sonnig bis absonnig; Bodenart: sandig bis lehmig; Nährstoffgehalt: normal bis hoch; Boden-pH: schwach sauer bis alkalisch; Bodenfeuchte: frisch bis feucht. Mäßig frosthart, spätfrostgefährdet, Stadtklima vertragend, empfindlich bei Überschwemmungen und Änderungen des Grundwasserstandes.

Inhaltsstoffe:

Feigen bestehen zu 83% aus Fruchtzucker. Sie enthalten die Vitamine A, B und C sowie die Mineralstoffe Calcium, Kalium, Magnesium, Phosphor und Eisen. Diese Inhaltsstoffe sind für die Blutbildung und zur Förderung der Verdauung besonders wichtig.

100 g frische Feigen enthalten:

Energieträger Mineralstoffe Vitamine
63 kcal 2 mg Natrium 8 µg Vitamin A
264 kJoule 240 mg Kalium 0,1 mg Vitamin B2
1,1 Broteinheiten 20 mg Magnesium 0,1 mg Vitamin B6
12.9 Kohlenhydrate 54 mg Calcium 2.7 mg Vitamin C
1,3 g Protein 32 mg Phosphor 0,5 mg Vitamin E
0,5 g Fett 0.6 mg Eisen 5 µg Folsäure
0,2 g mehrf. unges. FS 0,3 mg Zink  

Verwendung in der Küche:

Der Geschmack ist angenehm süß und aromatisch, aber nicht sehr intensiv. Feigen werden fast ausschließlich roh gegessen. Frische Feigen einfach halbieren und wie ein Ei auslöffeln. Sie können als Beilage zu Fleischgerichten, Salaten oder auf Käse-, Salami- oder Schinkenplatten dienen oder auch zu Kompott, Mus oder Marmelade verarbeitet werden. Feigen lassen sich durch Trocknung konservieren, wobei der Zuckeranteil auf 60 % ansteigt.

Tipps:

  • Am Besten kauft man weiche Früchte, die bei vorsichtigem Druck nachgeben, aber dennoch die Form halten.
  • Mit zunehmender Reife bildet sich auf der Schale ein weißer Film.
  • Reife Feigen sollten höchstens zwei bis drei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Medizinische Anwendung:

  • Das enthaltene Eisen begünstigt die Blutbildung.
  • Gegen Speichelfluss kaue man die Samenkerne der getrockneten Feigen.
  • Das Trinken von in Milch gekochter Feigen ist gut gegen Husten.
  • Feigen als Rohkost fördern die Verdauung.

Sonstige Verwendung:

  • Im 13. und 14. Jahrhundert galt Feigenholz als hervorragend geeignet zur Herstellung von Holztafeln für die Malerei.
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