Die Pflanzen der Welt von A bis Z

Gewürze und Kräuter

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Brauner Senf (Brassica juncea)
Klasse:
Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Ordnung:
Kreuzblütlerartige (Brassicales)
Familie:
Kreuzblütengewächse (Brassicaceae)
Gattung:
Kohl (Brassica)
Brassica juncea var. juncea

Amchoi oder Brauner Senf (Brassica juncea)

Amchoi ist ein Blattsenf. Der Braune Senf wird auch Ruten-Kohl oder Sereptasenf genannt. Die Heimat ist Asien, sie ist aber auch in anderen Teilen der Welt eingebürgert worden. Er wächst in den warm-gemäßigten bis subtropischen Klimaregionen. Senf wird seit Jahrhunderten in Europa als Gewürz- und Gemüsepflanze angebaut.

In China nennt man den Brassica juncea "Huang Jie Zi".

Die Merkmale der Pflanze:

Amchoi ist eine einjährige krautige Pflanze und wird meist 30 bis 100 cm hoch. Der Braune Senf hat gelbe Blüten. Seine Samen sind dunkel.

Anbau:

Der Braune Senf kann im März vorkultiviert oder direkt ins Freiland gesät werden, in Reihen mit 20 cm und etwa 1 cm tief. Er keimt schnell, stellt keine großen Ansprüche. Der Boden sollte jedoch nahrhaft sein und eine ausreichende und regelmässige Wasserversorgung haben. Um zarte junge Blätter zu ernten, müssen die Pflanzen zügig wachsen.

Inhaltsstoffe:

Der charakteristische geschmackgebende Inhaltsstoff ist das scharf schmeckende und stechend riechende Allytsenföl.
Die Hauptbestandteile der Senfsamen sind Fett und Eiweiß. Senfsamen enthalten bis zu ca. 30 Prozent fettes Öl, der Eiweißgehalt liegt bei ca. 28 %. Dazu kommen Kohlenhydrate mit einem Anteil von 18 - 22 %. Senfmehl enthält ausser Senföl noch Glukosinolate (Sinigrin) und Schleim.

Verwendung in der Küche:

Der braune Senf liefert von der Wurzel bis zum Blatt würzige Schärfe. Geerntet werden die jungen zarten Blätter, die Stängel, blühend Triebe, Samen und auch hartgewordene Blätter und Blattstiele des Indischen Senf. Die würzigen, zahten Blätter können jung roh in Salaten gegessen werden, passen aber auch gut in Wokgerichte. Die Japaner legen blühende Triebe und Stängel in Salz und Essig ein. Hartgewordene Blätter und Blattstiele finden als Kochgemüse Verwendung.

Die Samen werden zur Herstellung von schafrem Tafelsenf (vor allem Dijon-Senf) und Öl verwendet. Für den Verzehr werden die Senfkörner entweder als ganzer Samen (Senfkörner), grob oder fein gemahlen (Senfpulver) oder zu einer Paste (Würzpaste) verarbeitet. Die französische Stadt Dijon, aus welcher der gleichnamige, bekannte Senf kommt, bekam im 13. Jahrhundert sogar das Monopol zur Senfherstellung.

Medizinische Anwendung:

  • Die reifen Senfsamen werden in der homöopathischen Medizin zur Regulierung von Verdauungsstörungen eingesetzt.
  • Als Brei aufgetragenes Senfmehl vermehrt am Anwendungsort die Blutfülle (erzeugt eine Hautreizung) und hemmt die Entstehung bzw. Vermehrung von Bakterien.
  • Breiumschläge mit Senfmehl bzw. heisse Senfwickel (48° C) wirken gut bei Erkrankungen der Atemwege, bei Gelenkerkrankungen und Weichteilrheumatismus.
  • Nicht anwenden bei Nierenerkrankungen und bei Kindern im Vorschulalter.
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