Die Pflanzen der Welt von A bis Z

Kräuter und Heilpflanzen

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Frauenmantel (Alchemilla)
Klasse:
Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Ordnung:
Rosenartige (Rosales)
Familie:
Rosengewächse (Rosaceae)

Spitzlappiger Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)
Bild: H- Zell

Frauenmantel (Alchemilla)

Der Frauenmantel ist eine Gattung der Rosengewächse (Rosaceae) und kommt überall auf der nördlichen Erdhalbkugelin gemäßigten Zonen vor. Er bevorzugt schattige bis sonnige Standorte und nährstoffreiche, feuchte Böden. Besonders gut gedeiht der Frauenmantel in lichten Wäldern oder auf feuchten Waldwiesen. Es existieren rund 300 verschiedenen Arten.

Der Name Alchemilla soll darauf zurückgehen, dass im Mittelalter der sich in den kelchartigen Blätter gesammelte Tau von Alchemisten zur Bereitung des Steins der Weisen verwendet wurde.

Der Frauenmantel wird auch Alchimistenkraut, Löwenfußkraut, Mantelkraut, Marienkraut, Herbstmantel, Herrgottsmäntelein, Frauentrost oder Frauenbisskraut genannt.

Die Merkmale der Pflanze:

Der Frauenmantel ist eine 30 bis 50 cm hohe, mehrjährige Staude und kann bei guten Wachstumsbedingungen ganze Teppiche ausbilden. Der kräftige Wurzelstock treibt im Frühling Stängel, aus denen fast kreisrunde, behaarte und wie ein Mantel gefaltete Blätter sprießen. Die mehrlappigen Blätter werden bis zu 8 cm groß. Die feinen Zacken des handförmigen Blattes tragen Perlen, die die Pflanze selbst absondert und nicht etwa der Tau hinterlassen hat.

Von Mai bis September blüht der Frauenmantel. In Knäuel angeordnet findet man gelbgrüne, kleine Blüten, deren Duft an Honig erinnert. Der Blüten- stand ist kahl oder leicht behaart. Der Kelch setzt sich aus vier Kelchzähnen zusammen, Die Wurzel ist verholzt, die Vermehrung erfolgt über Samen. Der Frauenmantel ist eine genügsame Pflanze und wächst nahezu überall.

Inhaltsstoffe:

Das Frauenmantelkraut weist einen hohen Gerbstoffgehalt (u.a. Agrimoniin), Bitterstoffe, Glykoside, Salicylsäure und Flavonoide auf.

Verwendung:

Im Ziergarten werden gelegentlich Sorten vom Frauenmantel angepflanzt. Die Pflanze ist recht wuchsfreudig und vermehrt sich über die Jahre rasch. Die Staude wird im allgemeinen nicht angerührt von Schnecken.

Medizinisch verwendet werden die zur Blütezeit gesammelten oberirdischen Pflanzenteile, teils auch die Wurzeln. Man sollte nur trockenes Kraut pflücken. Unabhängig von heilenden Wirkungen ist Frauenmanteltee wohlschmeckend und ergibt in Kobination mit Fruchtsäften ein erfrischendes Getränk.

Medizinische Verwendung:

  • Frauenmantel wird als Tee aufgebrüht gegen leichte Magen- und Darmbeschwerden eingesetzt.
  • Die volksmedizinisch behaupteten günstigen Wirkungen des Krautes bei Frauenleiden ist wissenschaftlich nicht belegt.
  • Entzüdliche Veränderungen im Mund- und Rachenraum.
  • Der Tee wird auch zur kosmetischen Anwendung als Badezusatz empfohlen und soll hautstraffend wirken.
  • Nicht während der Schwangerschaft anwenden. Da Frauenmantel die Gebärmutter stimuliert die Gebärmutter; nur während der Wehen verwenden.
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